Staupe bei Frettchen

Das Virus

Staupe gehört zu den Paramyxoviren. Frettchen sind sehr empfindlich bei diesem Virus, und die Krankheit verläuft fast immer tödlich. Nicht-Geimpfte Frettchen sterben so ziemlich alle. Eine mildere Form kann durch Verwendung des falschen Impfstoffes auftreten.

Die Infektion kann über die Luft sowie direkten oder indirekten Kontakt mit infizierten Tieren geschehen. Die Inkubationszeit (Zeit zwischen Ansteckung und der Erkrankung des Tiers) beträgt 7-10 Tage.

Das Krankheitsbild

Die Krankheit fängt meist mit schlecht essen, Fieber (bis 40,5° C) und Entzündung der Augen und der Nase an. Das Frettchen kann hierdurch weinen, niesen und husten. Das Krankheitsbild erinnert in diesem Stadium sehr an eine normale Grippe. Nach 10-15 Tagen entwickelt sich eine Hautentzündung unter dem Kinn, an den Lippen, um den Anus und in den Leisten. Hierdurch entsteht Juckreiz.

Ein auffallendes Kennzeichen ist die teils vorhandene, übermäßige Entstehung von Hornhaut auf den Fußsohlen. Die Luftwege sind das beliebteste Organsystem für die Vermehrung des Virus. So entstehen Probleme, die von einer Entzündung in der Nase bis hin zu einer ernsthaften Lungenentzündung reichen.

Durch Unterdrückung des Immunsystems entstehen sekundäre bakterielle Infektionen im Darm, z.B. Kokzidien. In diesem Stadium kann viel Eiter aus der Nase geniest werden. Viele Frettchen entwickeln außerdem Durchfall.

Auch das Nervensystem kann im Endeffekt angegriffen werden, was in neurologischen Symptomen resultieren kann: Excitatie (?), übermäßiger Speichelfluss, Drehnacken, Störungen in der Koordinierung, Muskelzittern und Anfälle. Je nach Virusstamm, Alter und Gesundheit des Tiers stirbt ein Frettchen 2-35 Tage nach den ersten Krankheitssymptomen.

Die Diagnose

Am lebenden Tier kann die Diagnose nur schwer gestellt werden, bei einer Obduktion kann die Krankheit aber mit 100% Sicherheit durch den Pathologen festgestellt werden.

Die Behandlung

Die meisten Tiere sterben nach einer Infektion. Die Behandlung führt meist nur zu einem vorübergehenden Resultat. Die sekundäre bakterielle Infektion kann mit Antibiotika bekämpft werden, ebenso wie die Kokzidien. Der eigentliche Virus ist allerdings nicht zu bekämpfen.

Vorbeugen ist besser als Leiden, für alle.