Der Fettschwanz

Er kommt bei so ziemlich jedem Frettchen irgendwann mal vor und ist im Prinzip nichts anderes wie verstofte Poren. Die Haut produziert dabei Talg (ein bestimmtes Körperfett) das normalerweise dazu dient, die Haut weich und geschmeidig zu halten. Besonders im Frühjahr/ Sommer wird die Haut jedoch strapaziert, da das Winterfell ausfällt und die Haut somit gereizt wird. Sie beginnt mehr Talg zu produzieren um die nachwachsenden Haare quasie direkt mit einzufetten und die Haut zu befeuchten. Dabei kommt es manchmal zur Überproduktion des Fettes und dieses verstopft die Poren. Die Haare fallen aus und wachsen erst beim nächsten Fellwechsel wieder nach. Fehlernährung kann das Ganze begünstigen, muss aber nichts damit zu tun haben.

Einen typischen Fettschwanz erkennt man daran, dass die Haare am Schwanz langsam ausfallen und auf der Haut schwarze Punkte sichtbar werden. Der Schwanz ist nicht selten etwas gelblich, was daran liegt, das Talg normalerweise gelb-weiß ist. Gefährlich ist dieses unschöne Aussehen aber nicht und auch ohne Behandlung sollte es spätestens zum Winter hin wieder verschwinden. (Wenn der Haarausfall auch das Hinterteil oder den Rücken betrifft, dann ist das allerdings kein Fettschwanz mehr und sollte umgehend dem TA vorgestellt werden. Oftmals zeigt sich so nämlich ein NN-Tumor.)

Wenn man dennoch nachhelfen möchte, sollte man darauf achten, die Haut möglichst mild zu behandeln, um die Talgproduktion nicht noch weiter anzuregen. (Das ist ähnlich wie bei uns Menschen. Nach jedem Händewaschen produziert die Haut wieder Fett nach, damit die Hände nicht zu trocken werden.) Man kann z.B ein mildes Tiershampoo verwenden (am besten gegen trockene und spröde Haut) und den Schwanz einmalig damit auswaschen. In der Apotheke bekommt man Malvenblüten/ Malvenblättertee, der eine reinigende Wirkung hat. Ich koche für meine Räuber dann meist noch eine Schüssel Tee, lasse diese abkühlen und "bade" den Schwanz etwa 3-5 Min darin. Anschließend reibe ich die Rute ab, sodass sich der Talg ein wenig löst.

Das Ganze ist allerdings kein Allheilmittel und greift auch nicht immer.
Allerdings finde ich es schonend und es lindert den Juckreiz.

Und wenn das nicht hilft, dann muss man einfach geduldig sein und warten. Spätestens im Winter werden die Ratten ja wieder zu Frettchen.

by Kasary

Fettschwanz